Grünen-Wahlveranstaltung

Bedarfsgerechte Betreuungsplätze Mittel effektiver verwenden

Grünen-Wahlveranstaltung: Bedarfsgerechte Betreuungsplätze

Mittel effektiver verwenden

Wertheim Die Gemeinderats- und Kreistagskandidaten von Bündnis 90/Die Grünen informierten am Donnerstag vor Ort zunächst über die effiziente Energiegewinnung im Blockheizkraftwerk Reinhardshof. Danach standen bei den Besuchen des Jugendhauses, des Jugendtreffs 114 und des Kinderhauses auf dem Reinhardshof das Angebot und die Betreuungssituation für Jugendliche und Kinder im Mittelpunkt. Auf der anschliessenden Wahlveranstaltung im Hotel Kette erläuterten die Kandidaten das Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen. Von der Partei erhielten wir dazu den folgenden Bericht.

Birgit Väth setzt sich für flexible Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche ein. In Wertheim fehlen noch bezahlbare, bedarfsgerechte Betreuungsplätze. In Wertheim-Ost zum Beispiel konnte nur durch eine Elterninitiative eine entsprechende Betreuung sichergestellt werden. Hier darf nicht gespart werden. Gerhard Benz forderte daher auch die effektive und nachhaltige Verwendung der Mittel. Statt einer teuren Burgbahn, die für die Stadt sowieso nur ein Zuschussbetrieb werden würde, solle die Burg lieber durch entsprechende Angebote wie einen Abenteuerspielplatz oder Erlebnisführungen als Anziehungspunkt für Touristen interessanter gestaltet werden.

Ausserdem äusserte Benz die Ansicht, dass die Mehrheitsfraktionen im Gemeinderat zuletzt nicht mehr ausreichend die Bürgerinteressen vertreten hätten. „Das zeigen die Bürgerinitiativen gegen das Gaskraftwerk oder den Schrägaufzug, die entsprechende Gemeinderatsbeschlüsse zu Fall gebracht haben.“

Martin König will erreichen, dass durch entsprechende Förder- und Beratungsleistungen der Stadt der Ausbau der erneuerbaren Energien auf der ganzen Gemarkungsfläche konsequent vorangetrieben wird. Dr. Arnim Schwab forderte kommunale Investitionen für die Senkung des Energieverbrauchs bei öffentlichen Gebäuden. Die Stadt müsse hier Vorbild sein. Solche Investitionen schaffen Arbeitsplätze und bringen enorme Entlastungen für den Haushalt.

Hans-Müller Rodenbach betonte die grosse Bedeutung der städtischen Jugend- und Bildungseinrichtungen. „Gute Jugendarbeit ist wichtiger als repräsentative Baumassnahmen wie etwa der Umbau des Tauberufers“, so Müller-Rodenbach.

Udo Dorant möchte, dass die Kompetenz der Bürger bei Entscheidungen mehr genutzt wird. Hier läge kostenloses Wissen brach.

Bernd Strobl betonte die Wichtigkeit von Umwelt- und Naturschutz. Hierfür werde in Wertheim zu wenig getan. Das fange schon damit an, dass die Stadt es nicht schaffe, das Müllproblem der Fast-Food-Restaurants im Bereich Bettingen in den Griff zu bekommen.

Fränkische Nachrichten 18. Mai 2009