Wahlveranstaltung der Grünen

Wahlveranstaltung der Grünen: Schwerpunkte dargelegt – Mehr Bürgerbeteiligung

Bettingen. Die Gemeinderats- und Kreistagskandidaten von Bündnis 90/Die Grünen trafen sich am Dienstag in Bettingen. Davon ging uns von den Verantwortlichen nun der folgende Bericht zu.

Zunächst liessen sich die Besucher vom stellvertretenden Ortsvorsteher Arnold über die Ortschaft Bettingen informieren. Bei der anschliessenden Wahlveranstaltung erläuterten die Kandidaten das Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen.
Birgit Väth betonte, dass ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche liegen werde. Flexible Betreuungsangebote schafften die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schullaufbahn und verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Man brauche intelligente Lösungen statt Schliessungen von Kindergärten in den Ortschaften, auch vor dem Hintergrund, dass sie für junge Familien als Wohnort attraktiv bleiben müssen.

Gerhard Benz kritisierte die Verschwendung von Steuermitteln. Es sei bedauerlich, dass die Stadt zwar Geld für fragwürdige Projekte habe wie etwa den Umbau des Tauberufers, die Projektierung eines Schrägaufzugs oder die Aktivierung der alten Eisenbahnbrücke über die Tauber. Aber für die Sanierung eines einfachen Radweges in Bettingen fehle das Geld.

Martin König zeigte sich davon überzeugt, dass die besten Lösungen für Wertheim durch grössere Bürgerbeteiligung gefunden würden. Dies hätten die zahlreichen Initiativen gezeigt, die im Umfeld der Bürgerbegehren wie gegen das Gaskraftwerk, den Schrägaufzug oder das Kaufland entstanden seien. Dennoch habe die Mehrheit im Gemeinderat versucht, diesen entgegenzuarbeiten. Das müsse nun ein Ende haben.

Richard Diehm ging auf die Verschmutzung in der Umgebung von Bettingen ein. Es sei unverständlich, wie wenig die Stadt hier unternehme. Angesichts der hohen Steuereinnahmen durch Bettingen sei es nur recht und billig, wenn die Kommune wenigstens einmal im Monat den Müll beseitige. Diehm kritisierte auch die starke nächtliche Beleuchtung des „Wertheim Village“. Hier werde Energie verschwendet und der Bürger unnötig gestört.

Eberhard Feucht forderte von der Stadt mehr Engagement im Klimaschutz. überall im Kreis erlebe man den Ausbau erneuerbarer Energien, doch in Wertheim tue sich wenig. Die Main-Tauber-Stadt müsse deshalb Anreize schaffen, um bei Neubauten und Sanierungen hohe Energiestandards durchzusetzen. Ausserdem forderte Feucht, auch die Installation von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden und in der Altstadt zu ermöglichen.

Fränkische Nachrichten
08. Mai 2009